Ausbildung zum Journalisten
In der heutigen medialen Welt sind gute Journalisten, die punktgenau, kritisch, zielgruppenorientiert und kompetent recherchieren und schreiben, mehr denn je gefragt. Journalisten werden in allen öffentlichen Medien, wie Fernsehen, Funk, Tageszeitungen, Zeitschriften und Fachjournalen benötigt. Gut ausgebildete Journalisten, die ihr Handwerkzeug beherrschen, Lust am Schreiben haben, die etwas von dem Thema verstehen worüber sie schreiben und zudem noch eine gute Schreibe beherrschen, haben daher gute Chancen als Redakteur vielleicht in einem Verlag oder bei Funk und Fernsehen arbeiten zu können. Der Beruf „Journalist“ ist nicht gesetzlich geschützt und es gibt keinerlei gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung zum Journalisten.
Volontariat, Studium oder Journalistenschule
Volontariat
Viele Journalisten kommen über das Volontariat zum Beruf. Grundsätzlich ist für die Ausbildung auf diesem Wege keine zwingende Vorbildung erforderlich. Dennoch erwarten die Ausbildungsbetreibe (Redaktionen, Verlage etc.) bereits einige journalistisch nachweisbare Praktika und Arbeitsproben oder auch eine freie Mitarbeit oder ein abgeschlossenes Studium (fachspezifisch, z.B. Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften). Zu Beginn des Volontariats muss der Volontär bzw. die Volontärin mindestens achtzehn Jahre alt sein.
Das Volontariat in einer Redaktion z. B. dauert 24 Monate und kann auf fünfzehn Monate verkürzt werden (Probezeit: drei Monate). Inhalte der Ausbildung sind zum einen die praktische Ausbildung und zum anderen die Teilnahme an Bildungsmaßnahmen betrieblicher und außerbetrieblicher Themenbereiche. Während des Volontariats muss der Volontär mehrere Bereiche bzw. Redaktionen durchlaufen. Dabei sind die Ressorts Politik und Lokales (Nachrichten) Pflicht, das dritte ist frei wählbar, wie z. B. Kultur, Sport oder Wirtschaft. Ziel der Ausbildung ist es, den Volontär mit den betrieblichen Abläufen vertraut zu machen und ihn in den Betrieb der Redaktion einzuführen, ihn mit journalistischen und redaktionellen Tätigkeiten und Abläufen, den einzelnen Darstellungsformen und dem Pressegesetz des entsprechenden Bundeslandes vertraut zu machen. Der Vorteil eines Volontariats ist, dass praktische Erfahrungen gesammelt werden können und, dass man den Redaktionsalltag, nützliche Tipps, Praktika und Arbeitsabläufe bzw. -weisen kennenlernt.
Hochschulstudium
Ein anderer Weg der Ausbildung zum Journalisten ist der, des Studiums. Etwa zwanzig Prozent der Journalisten haben ein Studium an einer Hochschule absolviert. Dabei ist es frei wählbar, ob man Journalismus als Haupt- oder als Nebenfach studiert oder, ob das Journalismus-Studium an ein vorangegangenes und absolviertes Fachstudium (z. B. Germanistik, Chemie, Biologie, Sportwissenschaften usw.) angehängt wird. Als Journalismus-Studienrichtungen kann beispielsweise: Medien- oder Kommunikationswissenschaft oder Publizistik gewählt werden oder man nimmt ein Studium an einer Hochschule für Film und Fernsehen. Für die Ausbildung zum Journalisten ist es eine gute Kombination, wenn Fach- und Journalistenstudium verknüpft werden, so dass der Journalist mit Fachkompetenz über die Themen schreiben kann. Das Studium kann mit einem Bachelor oder Master (Bachelor bzw. Master of Arts).
Nach dem erfolgreichen Studium gibt es viele Einsatzmöglichkeiten, sei es bei Funk, Fernsehen, Presse oder in Unternehmen (Öffentlichkeitsarbeit) oder als freier Autor und Journalist.
Journalistenschulen
Eine optimale Ausbildung zum Journalisten erhält man in einer der Journalistenschulen der BRD. An den Journalistenschulen erlernt man das redaktionelle Handwerkszeug, die die Absolventen in die Lage, einen guten Arbeitsplatz zu finden. Die internen Journalistenschulen werden von Verlagen unterstützt und finanziert, da die sie miteinander gekoppelt sind (z.B. Gruner und Jahr, Burda-Journalistenschule, Axel-Springer-Akademie u. a. m.). Offene Journalistenschulen, wie beispielsweise Berliner Journalisten-Schule oder die Evangelische Journalistenschule werden von anderen Einrichtungen bzw. Institutionen finanziert und getragen. Die Journalistenschulen sind begehrteste Ausbildungsstätten, sie sind er „Königsweg“ zum Journalisten und erfreuen sich daher einer großen Nachfrage. Die jeweiligen Auswahlverfahren sind daher sehr streng.
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