22 August 2011 0 Kommentare

Journalismus studieren

In der heutigen digitalen und medialen Zeit gibt es viele Bewerber an den Universitäten und Hochschulen, die Journalismus studieren wollen. In Deutschland werden gegenwärtig etwa 500 Studiengänge in neuen Studienrichtungen, die etwas mit den „Medien“, also der Vermittlung von Nachrichten, Informationen und/oder Bildern etc. in Presse, Funk und Fernsehen, zu tun haben, angeboten. Zu den Studienrichtungen gehört, neben der Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Medienwissenschaft, -wirtschaft, -technik, -kultur und –design sowie Multimedia und Medieninformatik, auch die Studienrichtung Journalistik.

Das Studium – Voraussetzungen

Generell gibt es in der BRD keine gesetzlich festgelegte Ausbildung zum Journalisten, so dass es auch die Hochschulen und Universitäten verschiedene Studiengänge anbieten und man zudem noch eine praktische Ausbildung als Volontär absolvieren kann.
Egal, welchen Studiengang man im Bereich der Medien wählt, die Aufnahme wird in Deutschland über den Numerus Clausus (NC), auf hohem Leistungsniveau (Abitur-Notendurchschnitt 1,0 bis maximal 1,4) sowie den jeweiligen Eignungs- und Auswahlverfahren der Hochschulen und Universitäten, geregelt. Liegt der Notendurchschnitt darüber, ist mit langen Wartesemestern zu rechnen. Neben dem brillanten Abschlusszeugnis ist vor allem das Talent zum Schreiben und zum Journalisten sehr wesentlich. Um das eigene Können zu testen, bietet es sich an, bevor man Journalismus studieren will, ein Praktikum oder ein Volontariat in einer Redaktion zu absolvieren oder vielleicht schon als freier Mitarbeiter zu arbeiten. Einige der Universitäten in Deutschland setzen das voraus.

Das Studium – Inhalte und Dauer sowie Abschluss und Einsatzmöglichkeiten

Das Journalistik-Studium ist sehr praxisorientiert angelegt, Theorie und Praxis sind eng miteinander verbunden, damit die Studenten schon während des Studiums journalistische Kompetenz erlangen. Die Studenten werden mit dem journalistischem Arbeiten, den verschiedenen Textvariationen bzw. journalistischen Darstellungs- und Präsentationsformen (z.B. Nachricht, Bericht, Interview, Reportage, Porträt, Kurzmeldung, Feature, Kommentar usw.), der Informationsbeschaffung und deren Verarbeitung, mit den journalistischen Normen, dem Kommunizieren sowie der Forschung vertraut gemacht.
Während des Studiums sind Praktika obligatorisch, sie gehören zum Alltag und bilden eine wichtige Grundlage der Prüfungen. Die Praktika helfen das praktische Handwerkszeug und die Spezialisierung in einer Redaktion, einem Verlag o. dgl. zu erlernen, zu vertiefen bzw. anzueignen. Oft sind diese Praktika ein gutes Sprungbreit für die Journalismus-Studenten, um ihren späteren Arbeitsplatz zu finden oder schon zu sichern.

Die Regelstudienzeit des Journalismus-Studiums beträgt sechs oder neun Semester und umfasst die jeweiligen Modulprüfungen, die Abschlussarbeit sowie ein neun- bis zwölfmonatiges Volontariat. Das Journalismus-Studium kann mit einem Bachelor, Master, einem Magister Artium, mit einem Diplom (FH) oder Diplom absolviert werden.
Nach dem erfolgreichen Abschluss können die Journalisten in einer Redaktion (Funk, Fernsehen, Film, Presse), als Online-Journalist oder in Verlagen arbeiten. In größeren Unternehmen werden in den Abteilungen PR und Öffentlichkeitsarbeit gern Journalisten beschäftigt.

Image: littlebell – Fotolia

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